Mehr Armut trotz mehr Jobs

Ja, da wundern wir uns nicht wirklich: Während unsere Politiker darüber schwätzen, dass alles gut sei, weil die Beschäftigtenzahlen steigen, kommt der Datenreport 2013, der die soziale Situation in Deutschland untersucht, zu dem Ergebnis, dass die Armut in der BRD gestiegen ist. Der Bericht wird vom Statistischen Bundesamt, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Wissenschaftszentrum für Sozialforschung und dem Sozio-Oekonomische Panel entwickelt und wurde jetzt in Berlin präsentiert.

Danach ist der Anteil der armutsgefährdeten Menschen von 15,2 Prozent im Jahr 2007 auf 16,1 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Hauptproblemgruppen sind wie immer Frauen, ältere Arbeitnehmer ab 55 und ganz junge Menschen.

Elf Jahre früher tot

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Bei den Männern mit niedrigem Einkommen ist die Lebenserwartung elf Jahre niedriger, bei Frauen acht Jahre. Und auch die dauerhafte Armut ist gestiegen. 2011 waren 40 Prozent der von Armut gefährdeten Menschen bereits in den vorangegangenen fünf Jahren arm. Als arm gilt, wer 2011 weniger als 980 Euro im Monat Einkommen hatte.

2 Kommentare zu „Mehr Armut trotz mehr Jobs“

  1. Die kürzere Lebenserwartung hat nicht unbedingt etwas mit der Armut zu tun. Das Problem ist eher Fehlernährung, Alkohol und Tabakmissbrauch und Desinteresse an der eigenen Gesundheit.
    Man kann sich auch mit wenig Geld gesund ernähren und auf seine Gesundheit achten.

    1. Man kann sich auch mit wenig Geld gesund ernähren und auf seine Gesundheit achten.

      Aber nicht mit Hartz IV. Eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung der Universität Bonn hat bereits im Sommer 2007 festgestellt, dass das für Hartz-IV-Bezieher nicht möglich ist. Was bislang von allen verantwortlichen Politikern ignoriert wird.

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