Armut verfestigt sich

Armut ist im reichen Deutschland weit verbreitet, und sie hat sich verfestigt. Zu diesem Schluss kommt die Nationale Armutskonferenz in ihrem Bericht. Die Konferenz, der Verbände und der DGB angehören, nennt drei besonders betroffene Gruppen.

Es sind die Jungen, die Alten und die Alleinerziehenden, die nach dem aktuellen Bericht am meisten unter der Armut leiden: Jedes fünfte Kind wächst in einem einkommensschwachen Umfeld auf, die Hälfte aller Kinder, die von Hartz IV leben müssen, hat alleinerziehende Eltern. Aber auch die Altersarmut greife immer weiter um sich: 2003 seien in Deutschland rund 250.000 Senioren auf Sozialleistungen angewiesen gewesen, mittlerweile müsse man von einer halben Million ausgehen – dennoch sinke das Rentenniveau weiter.

Verschärft werde die Lage auch durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Mit 335.000 Menschen derzeit ohne Wohnung sei in Deutschland ein Höchststand in den vergangenen zehn Jahren erreicht, 40.000 leben nach Schätzungen gegenwärtig auf der Straße.

Verantwortlich seien die Politiker, die die Wohnungsfrage dem Markt überlassen und den Verlust von einer Million Sozialwohnungen seit 2002 nicht verhindert hätten. Allein für sozial Schwache würden aber jedes Jahr 150.000 neue Wohnungen gebraucht, wenn man dem Problem Herr werden wollte. Jetzt sei politische Entschiedenheit gefordert, um Armut konsequenter zu bekämpfen, schreiben die Verfasser. Ihr Bericht trägt die Überschrift: „Zehn Jahre Hartz IV – zehn verlorene Jahre“.

Quelle: tagesschau.de

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