Armut auf Rekordhoch

Mit einer Armutsquote 15,7 Prozent wurde in Deutschland ein Rekordhoch erreicht. Die Armutsquote gibt an, wie hoch der Anteil der Menschen ist, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdienten – dieses liegt deutlich niedriger als das Durchschnittseinkommen. 2015 lag dieser Schwellenwert für eine allein lebende Person in Deutschland bei 942 Euro, für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 1978 Euro im Monat. Im Oktober war bereits gemeldet worden, dass im Jahr 2015 insgesamt etwa 6,7 Millionen Menschen in Deutschland überschuldet waren.

Bundesregierung zensiert kritische Passagen

Überraschend sind die Streichungen in der zweiten Fassung des Armuts- und Reichtumsbericht: Unter der Überschrift „Armut und Reichtum und Demokratie“ war ursprünglich ein Zusammenhang zwischen Armut und Wahlbeteiligung ausgeführt worden. Alle Passagen, in denen auf eine „Schieflage in den politischen Entscheidungen zulasten der Armen“ eingegangen wurde, fehlen nun.

> Quelle: tagesschau.de

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3 Kommentare zu „Armut auf Rekordhoch“

  1. Die Behauptung die Armut sei auf einem Rekordhoch ist leider völliger Unsinn. Zumal hier auch falsch zitiert wird. Es geht nicht um ein mittleres Einkommen, sondern um das Medianeinkommen. Nach dieser Definition wird es immer arme Menschen geben, unabhängig davon wie sich die Einkommen entwickeln. Hier wird eine scheibare Relativität behauptet, die so nicht existiert. Armut ließe sich nur über eine ähnliche Kalkulation wie Hartz 4 (über Warenkörbe also) bestimmen. So klingt das zwar reißerich, aber die Armutsbehauptung basiert auf einer falschen Annahme. Das Medianeinkommen zeigt nämlich eben nicht die Verteilung der Einkommen und schon gar nicht, was sich die Menschen davon kaufen können.

    1. Na, dann haben wir ja Glück gehabt, dass wir doch nicht arm sind. Schön zu wissen. Leider hat deine Argumentation keinerlei Einfluss auf unseren Geldbeutel. Woran das wohl liegt?

      1. Ob Sie arm sind, kann ich nicht beurteilen. Ob ein Artikel aber inhaltlich falsch ist und die Grundaussage nicht stimmt sehr wohl. Der Hinweis dem Geldbeutel haut in die gleiche Kerbe: Emotionalität statt verifizierbare Daten. Mit solchen alternativen Fakten spielt man leider Demagogen in die Hände.

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