Amutsbericht 2018

Ein Drittel der erwachsenen Armen in Deutschland ist erwerbstätig, jede*r vierte arme Erwachsene ist in Rente oder Pension und nur ein Fünftel ist arbeitslos, so nur einer der vielen brisanten Befunde des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Der Verband, für den die Paritätische Forschungsstelle mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (DIW) gerechnet hat, legt mit dem Bericht eine aktuelle Bestandsaufnahme der Armut in Deutschland vor.

Ein Novum ist, dass der Bericht unter anderem erstmals der Frage nachgeht, wer die rund 13,7 Millionen Menschen, die in Deutschland in Armut leben, faktisch sind. Er räumt dabei mit diversen Klischees und Vorurteilen auf. So trifft offenbar auch die gängige Formel, Bildung allein schütze vor Armut, nicht zu: Wie die Analyse des Paritätischen zeigt, weisen fast drei Viertel der ab 25-jährigen Armen ein mittleres oder sogar hohes Qualifikationsniveau auf.

Den kompletten Armutsbericht kann man hier nachlesen.
Die Zusammenfassung von Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, hier.

Weshalb solche Informationen in den Armutsberichten der Bundesregierung nicht vorkommen, erklärt Gernot Hassknecht von der heute-Show:

Advertisements

Tolle Satiresendung zu Hartz IV

Die ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ hat eine ihrer Ausgaben dem Thema Hartz IV gewidmet. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:
https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-24-april-2018-100.html

Viel Spaß.

Hartz IV-Leistungen senken?

Rainer Roth nimmt Stellung zu den neuesten Unverschämtheiten der GroKo:

Die neue Regierung begann mit Demagogie. Gesundheitsminister Spahn erklärte, „niemand müsste in Deutschland hungern, wenn es die Tafeln nicht gäbe“. Er argumentiert gegen einen erfundenen Popanz. Niemand behauptet, dass Hartz IV Hunger bedeute und nur die Tafeln vor Hunger schützten.

Doch Hartz IV verhindert Hunger nicht, wie Spahn wohl meint, denn für viele BezieherInnen reicht die Unterstützung nicht bis zum Ende des Monats. Ein paar Tage ohne Geld bei nahezu leerem Kühlschrank auszukommen, gehört seit Jahrzehnten zum normalen Dasein mit Sozialhilfe. Für den überwiegenden Teil des Monats ist Mangelernährung das wichtigste Thema, nicht Hunger. Davon möchte Spahn ablenken.

Wer den kompletten Beitrag lesen will (empfehlenswert!) kann das hier tun.