Hartz IV-Leistungen senken?

Rainer Roth nimmt Stellung zu den neuesten Unverschämtheiten der GroKo:

Die neue Regierung begann mit Demagogie. Gesundheitsminister Spahn erklärte, „niemand müsste in Deutschland hungern, wenn es die Tafeln nicht gäbe“. Er argumentiert gegen einen erfundenen Popanz. Niemand behauptet, dass Hartz IV Hunger bedeute und nur die Tafeln vor Hunger schützten.

Doch Hartz IV verhindert Hunger nicht, wie Spahn wohl meint, denn für viele BezieherInnen reicht die Unterstützung nicht bis zum Ende des Monats. Ein paar Tage ohne Geld bei nahezu leerem Kühlschrank auszukommen, gehört seit Jahrzehnten zum normalen Dasein mit Sozialhilfe. Für den überwiegenden Teil des Monats ist Mangelernährung das wichtigste Thema, nicht Hunger. Davon möchte Spahn ablenken.

Wer den kompletten Beitrag lesen will (empfehlenswert!) kann das hier tun.

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Änderungen im ALG II

Für ihren empfehlenswerten Leitfaden ALG II/Sozialhilfe haben die Autoren einen aktualisierten Einleger mit den neuesten Änderungen zum Download bereitgestellt. Den Einleger gibt es hier als pdf-Datei.

Die nächste aktualisierte Komplettausgabe des Leitfadens ist für Oktober 2018 geplant.

Mehr arme Senioren an der Bergstraße

Die Anzahl der Menschen, die im Landkreis Bergstraße neben ihrer Rente auf Grundsicherung angewiesen sind, ist in den vergangenen zehn Jahren um 39 Prozent gestiegen. Insgesamt 2123 Bezieher von „Alters-Hartz-IV“ zählte der Landkreis zuletzt. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) der Region Darmstadt und Mainz mit, die sich auf Angaben des Statistischen Landesamtes bezieht.

Gerade Frauen und Alleinerziehenden bleibe trotz vieler Arbeitsjahre der Gang zum Sozialamt häufig nicht erspart, erklärte NGG-Geschäftsführer Guido Noll. In den kommenden zwei Jahrzehnten wird das Armutsrisiko nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung besonders für die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 1960er-Jahre weiter steigen.