Deutschland sagt sorry

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Immer mehr Überstunden

Jeder dritte Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeitet nach Zahlen des Deutschen Gewerkschaftsbundes mehr als 45 Stunden pro Woche. 17 Prozent arbeiteten sogar mehr als 48 Stunden – das geht aus einer Auswertung des DGB-Indexes „Gute Arbeit“ hervor.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach findet die Zahlen alarmierend: „Viele tun das nicht freiwillig“, so ihre Kritik. Dabei würde oft gegen gesetzliche Höchstarbeitszeiten verstoßen: „Meist sind mehr als acht Stunden am Tag verboten“, betont Buntenbach. Überlange Arbeitszeiten gefährdeten die Gesundheit und erschwerten, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu kriegen…

Außerdem zeigen die DGB-Zahlen, dass die Arbeitnehmer mit deutlich mehr Überstunden auch über mehr Probleme bei der Einhaltung von Pausen und der Erholung außerhalb der Arbeit klagen. Der Anteil derjenigen, die auch in ihrer Freizeit nicht richtig abschalten könnten, sei bei ihnen deutlich größer (48 zu 27 Prozent). Und deutlich mehr Beschäftigte mit überlangen Arbeitszeiten nehmen auch Arbeit mit nach Hause (32 zu 11 Prozent).

Fast jeder Zweite in Leitungsfunktion macht Überstunden
Besonders anfällig für Überstunden sind offenbar Arbeitnehmer in Leitungsfunktionen. Insgesamt geben 44 Prozent von ihnen an, 45 Stunden und mehr zu arbeiten. Jeder vierte leitende Angestellte hat nach DGB-Verständnis „Arbeitszeiten mit extremer Überlänge“ von 48 Stunden und mehr pro Woche.

Zwischen den verschiedenen Branchen gibt es große Unterschiede. 59 Prozent der Fahrzeugführer etwa geben an, überlange Arbeitszeiten zu haben. Den Spitzenwert erreicht die Hotel- und Gaststättenbranche: 63 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten länger als vereinbart. Den geringsten Anteil an Überstunden leisten der Studie zufolge die Beschäftigten in der Finanz- und Versicherungsbranche.

> Quelle: tagesschau.de

Die Schere öffnet sich weiter

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird auch in Deutschland immer größer. Im Jahr 2013 verfügten zehn Prozent der Haushalte über 51,9 Prozent des Nettovermögens, wie die „Passauer Presse“ unter Berufung auf Zahlen des Bundessozialministeriums berichtete. 15 Jahre zuvor waren es dagegen noch 45,1 Prozent. Nur über ein Prozent des Vermögens verfügten dagegen die unteren 50 Prozent der Haushalte im Jahr 2013. 1998 waren es noch 2,9 Prozent.

Die Zahlen sollen in den neuen Armuts- und Reichtumsbericht eingehen. Grundlage ist die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die alle fünf Jahre erhoben wird.

> Quelle: tagesschau.de